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„Otto“ , der Aushilshellner
Komischer Kellner

Es ist hinreißend mit welcher Eloquenz er durch den Abend stolpert und sich mit volksnahem Understatement in die Herzen der Gäste spielt. Sein Hang zur Skurrilität und Pyromanie vermeidet jegliches Kleckern und Panschen.Ein freundliches Gespräch wird gesucht, doch schon die erste Bestellung scheint ihn zu überfordern.



Kellermeister Balthasar Ohnegrund :
im mittelalterlichen Ambiente.



Seit 300 Jahren irrt er nun in den Kellergewölben des Ratskellers zu Bremen umher, immer für einen guten Schluck aus dem Faß des Paulus zu haben und lehrt den Gästen die Leviten, auf das sie gesittet Speis` und Trank zu sich nehmen. Aber wehe er gerät an das Faß des Judas, dann hält er wieder wirre Konversationen aus seiner Zeit, als er als Gesandter der Schweden nach Bremen kam, um bei einem guten Schluck Wein um Krieg und Frieden zu verhandeln. Doch er hat leider die Rechnung ohne den Leibhaftigen gemacht…

Jetzt, ihr Saufnasen, den Hut von der Goschen, haltet euch still und richtet euch zur Aufmerksamkeit.....Wohl aber habe ich euch am heutigen Tage wichtige Wahrheiten zu sagen, von welchen andere Kellermeister selten eine Meldung tun. Es ist eine ungereimte Gewohnheit etlicher Leute mit ihren Händen, an welchem Ort des Leibes sie gelüstet, öffentlich auch unter die Kleider zu greifen.

Überdies, stehet es einem ehrbaren, sittsamen Menschen nicht an, daß er sich zu natürlicher Notdurft, in anderer Leute Gegenwärtigkeit rüste und vorbereite, oder, nachdem er solches verrichtet, sich in ihrer Gegenwärtigkeit wiederum nestle und bekleide. Es gehöret sich auch nicht, wenn du die Nase gewischet hast, daß du das Schnupftuch voneinander ziehst und hineinguckst, gleich als ob dir Perlen oder Rubinen vom Gehirn hätten abfallen mögen.Was soll man von denen sagen, die wirbisweilen sehen wie die Säue mit dem Rüssel in der Suppe liegen und ihr Gesicht nicht einmal aufheben und ihre Augen, viel weniger die Hände, nimmermehr von der Speise abwenden? Überdies soll einer nicht so sitzen, daß er einem anderen den Rücken oder Hintern zukehre, noch einen Schenkel so hoch erheben, daß etwa die Glieder des menschlichen Leibes sich dem Lichte entgegendrängen, so billig.
Verhaltet euch wohl!
Und lasset es euch schmecken!

Bettler : mittelalterliches Ambiente / Bouffonerie

Er hat keinen Namen und ihm ist die Zunge herausgeschnitten worden. Er geht zwischen den Tischen umher und versucht auf ganz charmante Weise einen Brocken zu ergattern. Er ist der unterste in der Hierarchieskala und bemüht sich nach Kräften um die Sympathie der Gäste, was ohne Zweifel dann auch gelingt, denn sein animalischer Charakter berührt die Gäste auf ganz eigeneWeise…

Grunz, grunz, stammel, stammel, ohiuhäaohhhh


Professor Dr. mag. viel. „Heino Dankwart“:



Der merkwürdig verquaste aber poetische Professor trägt seine ihm eigene Poesie, die sich thematisch auch auf die Veranstaltung beziehen kann den Gästen vor. Er ist verhinderter Maler für Stillleben und lässt sich am Tisch von der Persönlichkeit des Gastes inspirieren. Ein Dialog beginnt, der die Gäste in eine andere Welt mit ihren Tischnachbarn eintauchen lässt…

Die Veränderung als Sinnbild des Wahrscheinlichkeits - und Zufallsprinzip unter besonderen Bedingungen des sich bewegenden Zeitstrahls und in Beziehung gesetzt mit der individuellen Hirnlappenfunktion des einzelnen Menschen.

Ausgehend von dem globalen Prinzip der Veränderung haben wir uns speziell um die Veränderungsprozesse in Mikrokosmen beschäftigt.
Die bloße Aneinanderhäufung und Verwürfelung von zeitgeschichtlichen Dokumenten, sprich Situationen, Gegenständen, Musiken, Zustandsbeschreibungen, körperlich - bewegten Darstellungen können in ihrer Zerwürfelung erst einmal nicht zwingend den Zustand der Veränderung beschreiben, geschweige denn dokumentarisch und empirisch bestätigt werden. Ich stelle erstaunt fest, daß in einem so großen Betrieb, sprich einem kleinen Kosmos innerhalb des großen Universums, Veränderungsverästelungen sich quasi osmosentechnisch bis hin zu den kleinsten Synapsen der einzelnen Mitarbeiter durchgesetzt haben. Die Logistik des anvisierten universalen Zeitstrahls läßt sich so ohne Probleme auf die Veränderungsbereitschaft des kleinen Mikrokosmos der einzelnen Mitarbeiter übertragen.
Die verbindenden Synapsen kann ich ihnen anhand des Mikado Prinzip einmal demonstrieren …

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